Psychologie und Psychotherapie

Das Wort Psychotherapie kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet  „Bemühen um die Seele“. In der anthroposophisch orientierten Psychotherapie wird diese ursprüngliche Bedeutung wieder ins Auge gefasst. Der Mensch soll in der psychotherapeutischen Beratung in seiner Ganzheit gesehen, unterstützt und gestärkt werden.

Hierfür stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung wie z.B. die Biografische Anamnese, die aktive  Imagination, die Arbeit mit Träumen, der kreative Prozess, beispielsweise in Form von Kunst-, Musik-, Bewegungstherapie oder Schauspiel.

Ferner wird geistigen Aspekten und Gesichtspunkten stets eine wichtige Stellung in der psychotherapeutischen Arbeit eingeräumt. Die entstandenen seelischen Engpässe, Konfliktsituationen, die Symptome können dadurch in einen größeren Sinnzusammenhang eingebettet werden. Das zu Beginn als besonders unangenehm Erlebte wird dann vielleicht sogar als Schlüssel zu einer Weiterentwicklung gesehen, was häufig als besonders entlastend erlebt wird. Der Mensch kann so gestärkt aus einer Krise hervorgehen.

In der Begegnung zwischen Psychotherapeutin und Patient/Patientin geht es darum, in einem durch Vertrauen, Achtsamkeit und Bedingungslosigkeit geprägten Rahmen, gemeinsam die aktuelle Lebenssituation in den Blick zu nehmen und im Gespräch den Ursachen der bestehenden körperlich-seelisch-geistigen Problematik ganzheitlich auf den Grund zu gehen.

Die Psychotherapie, selbst wenn sie streckenweise als mühsam oder schmerzhaft erlebt wird, bleibt immer ein spannender und schließlich wunderbarer Weg. Dieser hat zum Ziel, den eigenen Lebensmustern nachzuspüren und den ganz eigenen Lebensfaden neu zu ergreifen, um das eigene Leben selbstbewusst, selbstverantwortlich und frei gestalten zu können (Individuation).

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